Prolog

Posted on September 30, 2012

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All das Leid begann an dem Tag, an dem ich auf die Welt gesetzt wurde und es war der Moment, indem meine Augen die Welt erfassten, als ich zu schreien begann wie eine Mutter, die ein totes Kind zu gebären hatte.

Es war als seien alle stumm, niemand hörte, keiner verstand.

Dabei schrie ich, weil ich schon damals wusste, dass man in ein irreführendes Labyrinth ohne Ziel gesetzt wurde, in dem man nur verlieren konnte, so wie all die anderen, die neben mir aufgeregt auf einen rücksichtslosen Beschluss einer unbekannten oberen Macht reagierten.

 

Zu schwach, um wieder dorthin zu gelangen, woher ich kam, so blieb mir nichts anderes übrig als zu bleiben. Mit der Zeit versuchte ich darüber hinwegzukommen.

Ich begann, das Labyrinth als Reise zu betrachten, in der Überzeugung, die Zeit könne mir dabei eine Stütze sein, das Verlorene wieder zu finden.

Doch es endete damit, dass ich vergaß, woher ich kam, keinen Widerstand leistete, verloren in der Zeit, und stattdessen andere Menschen beobachtete, wie sie fanden, wonach sie suchten, wonach ich suchte.

 

Und so beschloss ich den Faden der Ariadne loszulassen, um zu leben.

 

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